Intensivwochenende der ersten Mannschaft

vom 22. bis 24. Februar 2013

Da ein Trainingslager aus zeitlichen und finanziellen Gründen während der Fasnachtszeit schwer zu realisieren ist, hat das Trainergespann mit Dani und Christian ein sog. Intensivwochenende auf die Beine gestellt. Eine gute Rückrunde setzt eine noch bessere Vorbereitung voraus, und somit war das Programm sehr ambitioniert:

Freitag
19 Uhr: Kraftübungen im Saal unseres Sportplatz Hörnli

Samstag
8 Uhr: Morgenessen
9 Uhr: 1 Stunde Joggen
10.15 Uhr: Theorie Spielsystem
11.45 Uhr: Gemeinsames Mittagessen
13.30 Uhr: Boxen im Boxclub Basel für 1.5 Std.
16 Uhr: Standards auf dem Rankhof-Sportplatz
19.30 Uhr: Gemeinsames Nachtessen im Rest. Resslirytti

Sonntag
8 Uhr: 1 Stunde Joggen
9.15 Uhr: Morgenessen
10.30 Uhr: Theorie Taktik
11.30 Uhr: Kraftübungen

Oh ja, meine Fussballfreunde, ihr habt es richtig erraten, es war verdammt anstrengend! Am Freitagabend hat noch alles human mit Kraftübungen angefangen. Geleitet hat dieses Training wie schon öfters in der Vorbereitung die Crew unserer Sportstudenten, bestehend aus Kevin, René und Noldi. Ich finde es toll, dass wir auf solches Know-How zurückgreifen können. An dieser Stelle ein dickes Merci an die Jungs für die tollen Trainingssessions unter Ihren Fittichen. Freitagnachts war früh Bettruhe angesagt, da der Samstag an die körperlichen Grenzen gehen sollte.

Pünktlich um 8 Uhr wurde das Morgenessen im Saal auf dem Horn aufgetischt. Sutter-Beck und Christian sei Dank, haben wir Energie für den anschliessenden Run richtung Bettingen und Langen Erlen tanken können. Anfangs macht es milde gesagt „keinen Spass“ nach einem fülligen Morgenessen in einer warmen Stube raus in die Kälte zu springen um an der Kondition zu büffeln. Doch hat man erst mal den inneren Schweinehund vertrieben und der Puls anständig nach oben getrimmt, ist ein solcher Lauf Balsam für Körper und Geist. Zusätzlich war die Atmosphäre sehr speziell, da Frau Holle kräftig an der Schneemaschine gekurbelt hatte und die Landschaft im weissen Mantel eingehüllt war.

Nach der darauffolgenden Theoriestunde besammelten wir uns im Kleinbasel, namentlich im Ristorante da Carmelo wieder, um für die nachfolgende Boxeinheit genügend Kalorien zu schaufeln. Das Pastamenü erfüllte dabei seinen Zweck.

Das Boxtraining sollte der anstrengendste Part dieses langen Tages sein. Auf Kommando der Trillerpfeife von Boxtrainer Angelo wurde gehüpft, Liegestütze am Laufmeter durchgeführt, und gegen ziemlich alles draufgehauen was gegenwärtig da war: Gegen den Schatten (sog. Schattenboxen), den Boxsack, den Gegner, den übergrossen Gummiball, die Handschuhen des Kontrahenten usw.
Auf den ersten Blick mag der Sport sehr rudimentär sein, aber es verlangt extreme Konzentration und Technik die Schläge präzise und kontrolliert zu platzieren. Erschöpft aber befriedigt die 1.5 Stunden einigermassen lebend überstanden zu haben, ging es weiter auf den Kunstrasen des Sportplatz Rankhof, wo vor allem Standardsituationen im Fokus standen.
Zum Abschluss des zweiten Trainingstages assen wir geschlossen beim Italiener mit dem mediterranen Namen „Resslirytti“ am Wettsteinplatz. Überraschend früh leerten sich die Stühle, denn der Intensivtag hatte Tribut gezollt, und so versanken bald alle in einen tiefen Schlaf.

Ganz dem Motto „Morgenstund hat Gold im Mund“ (dieses Sprichwort hat bestimmt ein Schweizer erfunden), versammelte sich die „GRUPPE!!!!“ um 8 Uhr wieder auf dem Hörnli und die berühmte Jogging-Rheinrunde stand auf dem Programm. Die Stimmung war schon besser, denn die Kälte, der knurrende Magen sowie die ersten Anzeichen von Muskelkater verleiten einen nicht gerade zu Freudensprüngen. Nach dem anschliessenden Morgenessen war jedoch der Teamspirit wieder im gewohnt grünen Bereich und eine Taktikrunde später ging es zur letzten Etappe des Intensivwochenendes. Wir beendeten das Training so wie wir es begonnen hatten, mit einer Kraft- und Dehnungs-Einheit.

Rückblickend war das Intensivwochenende ein voller Erfolg. Alle Teilnehmer haben sehr gut partizipiert und das Team ist noch näher zusammengewachsen. Dies alles wäre aber ohne grosszügige Hilfe des Clubs 500 in diesem Rahmen nicht möglich gewesen. Die erste Mannschaft bedankt sich hiermit ganz herzlich für die Unterstützung!

Wenn wir nach vorne schauen, steht jetzt der Rückrundenstart gegen den FC Möhlin unmittelbar bevor. Die Vorbereitung war gut und wir haben den schwierigen Bedingungen getrotzt und das Beste aus der Situation gemacht. Natürlich ist es schade, dass wir in unserer Heimstätte nicht einmal aufs Feld durften, aber diese Ausgangslage ist nicht neu. Manchmal werden wir aber schon ein wenig eifersüchtig, wenn wir auf die Gegnerplätze schielen und sehen, dass an vielen Orten die Trainingsbedingen dank der Kunstrasen schlicht besser sind.

Wir sind uns bewusst, dass die derzeitige Tabellensituation alarmierend ist, und wir haben uns die Vorrunde sicherlich anders vorgestellt. Abstieg ist bei uns ein Unwort und es ist gar nicht auszudenken, was ein solcher für unseren Verein bedeuten würde, es wäre schlicht katastrophal. Nun, man kann in einer Krisensituation lamentieren und sich dem Schicksal ergeben oder man kann die Ärmel hochkrempeln und alles daran setzen um aus dem Sumpf herauszukommen. Wir haben uns für letzteres entschieden und wir versprechen, dass wir alles in unserer Machtstehende tun werden, um eine gute Rückrunde zu spielen. Mit der Vorbereitung haben wir sicherlich ein Schritt in die richtige Richtung getan und nun gilt es das Erarbeitete auf dem Platz widerzuspiegeln. Wir hoffen, dass wir auf euren Support zählen dürfen.

En liebe Gruess vom Ains